Radhostice liegt im Vorland des Böhmerwaldes, eingebettet in eine hügelige Landschaft. Der Ort erstreckt sich linksseitig des Baches Libotyňský potok auf dem Höhenzug Brdo. Mehrere Berge umgeben das Dorf, darunter der Věnec mit 765 Metern Höhe und der Běleč, der sich auf 923 Meter erhebt. Nachbarorte wie Lčovice, Malenice oder Chlumany sind nur wenige Kilometer entfernt.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Radhostice im Jahr 1315, als es zum Gut Eltschowitz gehörte. Im 17. Jahrhundert wechselte der Besitz mehrfach, unter anderem an den kaiserlichen General Heinrich Michael Hießerle von Codaw. Später folgten Adelsfamilien wie die von Sickingen, die das Gut über Generationen besaßen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Radhostice der Herrschaft Eltschowitz unterstellt, bevor es sich 1921 zur eigenständigen Gemeinde entwickelte.
Besonders sehenswert sind die keltische Burgstätte Věnec auf dem gleichnamigen Berg sowie die barocke Wallfahrtskirche des hl. Adalbert in Lštění. Das ehemalige Pfarrhaus in Lštění, auch Herrenhaus genannt, stammt aus dem 17. Jahrhundert und diente einst als Unterkunft für Wallfahrtsgäste. Typisch für die Region sind die Gehöfte im böhmischen Bauernbarockstil, die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden.