Dünserberg liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, auf einem Südhang des Walserkamms in etwa 1270 Metern Höhe. Die Gemeinde erstreckt sich zwischen dem Satteinserberg im Osten und Thüringerberg im Westen, während im Norden der Hochgerachkamm die Grenze bildet. Im Süden grenzt sie an die Gemeinden Düns und Schnifis. Mit nur wenigen Einwohnern ist sie die kleinste Gemeinde des Bundeslandes.
Die Besiedlung geht auf die Walser zurück, die sich hier im Spätmittelalter niederließen. Erste schriftliche Hinweise auf Walliser am Berg stammen aus dem Jahr 1303, doch erst 1559 wird Dünserberg als eigenständige Gemeinde erwähnt. Jahrhundertelang prägten Weiderechte und Holzeinschlag die Konflikte mit den Nachbarorten, die erst im 19. Jahrhundert beigelegt wurden. Die Erschließung durch eine Straße 1936 und die Elektrifizierung in den 1940er Jahren brachten wirtschaftliche Veränderungen.
Heute ist Dünserberg eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mit Viehzucht und Milchwirtschaft. Zwei Kapellen, die Benediktskapelle und die St. Wolfgangskapelle, sind die einzigen kirchlichen Gebäude. Die Walser Herkunft wird im Gemeindewappen durch einen Steinbock symbolisiert. Trotz fehlender eigener Kirche und Schule bleibt der Ort durch seine traditionelle Lebensweise und die malerische Lage im Walgau geprägt.