Schnifis liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg, eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Bregenzerwaldgebirges. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Höhe von rund 657 Metern und umfasst neben der Streusiedlung auch das enge Glantschtobel. Die umliegenden Berge wie der Hochgerach oder der Madonnakopf rahmen das Gebiet ein, während Wälder fast vierzig Prozent der Fläche bedecken.
Erstmals taucht der Ort 820 unter dem Namen Senobium in Urkunden auf. Im Mittelalter gelangte Schnifis unter österreichische Herrschaft und wechselte später zwischen Tiroler und Vorderösterreichischer Verwaltung. Nach einer bayerischen Zwischenzeit kehrte es zu Österreich zurück und gehört seit 1861 zu Vorarlberg. Während der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg lag es in der französischen Zone.
Besonders bekannt ist die katholische Pfarrkirche mit ihrer langen Geschichte, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Auch der Fallersee mit seinen Flüsterspiegeln und das historische Bad Schnifis prägen das Bild. Persönlichkeiten wie der barocke Dichter Laurentius von Schnifis oder der Komponist Gerold Amann stammen aus dem Ort, der heute noch von Landwirtschaft und Handwerk lebt.