Eberau liegt im Südosten des Burgenlandes, eingebettet im Tal der Pinka zwischen sanften Hügeln und Wäldern. Die Gemeinde grenzt im Osten an Ungarn und ist Teil des Naturparks Weinidylle. Über die Hälfte des Gemeindegebiets wird landwirtschaftlich genutzt, während fast vierzig Prozent bewaldet sind. Hier gedeihen Weingärten und Gärten auf fruchtbarem Boden.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1221 unter dem ungarischen Namen Monyorókerék. Im Mittelalter wechselten die Herrscher häufig, bis die Familie Ellerbacher um 1400 das heutige Schloss erbaute. Der Ort entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz mit Marktrecht und eigener Gerichtsbarkeit. Im 16. Jahrhundert beherbergte Eberau sogar einen berühmten Wanderbuchdrucker, und während der Türkenkriege spielte die Burg eine entscheidende militärische Rolle.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche zum heiligen Josef oder die Wallfahrtskirche in Gaas das Ortsbild. Das Schloss, eine mittelalterliche Wasserburg, bleibt zwar privat, doch Kapellen, Säulen und ein alter Pranger zeugen von der langen Geschichte. Die Gemeinde verbindet ungarische, kroatische und deutsche Einflüsse, was sich in Namen und Kultur widerspiegelt.