Ebern liegt im Norden von Unterfranken, eingebettet zwischen den sanften Hügeln der Haßberge und den Zeilbergen im Itz-Baunach-Hügelland. Die Stadt gehört zum Landkreis Haßberge und ist von einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer umgeben, die das historische Zentrum von den neueren Wohngebieten trennt. Die Landschaft gehört zum Fränkischen Keuper-Lias-Land.
Die ersten Spuren der Siedlung reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, als fränkische Siedler nach dem Zerfall des Thüringer Reiches hier Fuß fassten. Der Name könnte auf eine Ansiedlung bei den Ebern hinweisen oder sogar auf einen alten Eber-Kult. Urkundlich erstmals erwähnt wurde ein Weiler namens „liuzileber“ im Jahr 1151, der später als Kleinerbern galt. Im Mittelalter gehörte Ebern zum Hochstift Würzburg und erhielt 1335 durch Kaiser Ludwig den Bayern das Stadtrecht. Die Stadt war ein wichtiger Marktort an einer alten Handelsstraße und spielte eine Rolle im Konflikt um Reichsunmittelbarkeit.
Heute prägen die mittelalterliche Stadtbefestigung mit ihren vier Ecktürmen und dem Grauturm das Bild Eberns. Nach einem großen Brand im 15. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche St. Laurentius als spätgotische Pseudobasilika wiederaufgebaut. Die Stadt ist auch bekannt für ihre historische Rolle während des Bauernkriegs, als sie sich gegen das Hochstift Würzburg auflehnte. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und engen Gassen lädt zum Verweilen ein.