Flensburg liegt im Norden Schleswig-Holsteins an der Flensburger Förde, einer tief ins Land ragenden Meeresbucht. Die Stadt erstreckt sich über beide Uferseiten und erhebt sich von der flachen Förde bis zu Hügeln wie dem Friesischen Berg oder dem Marienberg. Der höchste Punkt im Stadtgebiet erreicht mindestens 64 Meter, während die Innenstadt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt. Mit seinen 13 Stadtteilen grenzt Flensburg an dänische Gemeinden wie Aabenraa und an deutsche Orte wie Glücksburg oder Harrislee, das als Vorort mit der Stadt verwachsen ist.
Die erste schriftliche Erwähnung Flensburgs stammt aus dem Jahr 1248, doch bereits im 12. Jahrhundert gab es hier Handels- und Fischersiedlungen. Prägend war die Lage an wichtigen Handelsrouten wie dem Ochsenweg und der Verbindung zwischen Nordfriesland und Angeln. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum, besonders durch den Heringsfang und später durch Zucker, Tran und Walfang. Im Mittelalter wurde Flensburg zur bedeutendsten Stadt des Herzogtums Schleswig und spielte eine zentrale Rolle in den Konflikten zwischen Dänemark und Holstein.
Heute ist Flensburg vor allem als Hafenstadt bekannt, deren Historischer Hafen und Werft an die maritime Vergangenheit erinnern. Die Stadt beherbergt zwei Hochschulen mit rund 9000 Studierenden und ist Sitz dänischer Institutionen, die die Minderheitenkultur stärken. Bekannt ist Flensburg auch durch den Rumhandel, das Flensburger Bier und den Handballverein SG Flensburg-Handewitt. Der Marinestützpunkt in Mürwik und die letzte Reichsregierung 1945 unter Karl Dönitz prägen ebenfalls das Bild der Stadt.