Frankfurt (Oder) liegt im Osten Brandenburgs an der Oder, die hier die Grenze zu Polen bildet. Die Stadt erstreckt sich in einer flachen, von Wäldern und Seen geprägten Landschaft zwischen 22 und 56 Metern Höhe. Der Helenesee, ein beliebter Freizeitort, entstand aus einem ehemaligen Braunkohletagebau und ist mit seiner Tiefe von über 56 Metern ein bekanntes Tauchrevier. Die Mittelstadt ist umgeben von Landkreisen wie Märkisch-Oderland und Oder-Spree und hat eine Ausdehnung von etwa 14 Kilometern in Nord-Süd-Richtung.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert, als sie unter dem Namen Vrankenforde erstmals erwähnt wurde. 1253 erhielt sie das Stadtrecht und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz an der Kreuzung mehrerer Fernhandelsstraßen. Im Mittelalter war Frankfurt Mitglied der Hanse und profitierte vom Zuzug reicher Kaufleute. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt von den Hussiten heimgesucht, die Teile der Vorstadt niederbrannten.
Frankfurt (Oder) ist bekannt als „Kleiststadt“ nach dem berühmten Dichter Heinrich von Kleist. Die wiedergegründete Europa-Universität Viadrina prägt seit 1991 das akademische Leben. Historische Bauwerke wie das Kartäuserkloster und die Gubener Vorstadt erinnern an die bewegte Vergangenheit. Die Stadt pflegt enge Beziehungen zu ihrer polnischen Nachbarstadt Słubice, die aus einem ehemaligen Stadtteil Frankfurts hervorging.