Fresach liegt versteckt in den Nockbergen, wo sich das untere Drautal und das Gegendtal begegnen. Die Drau markiert im Südwesten die Grenze des Gemeindegebiets, das auf über 2000 Meter ansteigt und von Gipfeln wie dem Mirnock geprägt wird. Rund zwei Drittel der Fläche sind bewaldet, während Almen und landwirtschaftliche Flächen den Rest ausmachen.
Die ersten Spuren reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch erst Slawen und später Baiern prägten die Besiedlung. Im Mittelalter übernahmen die Grafen von Ortenburg die Herrschaft, bis das Gebiet nach der Zerstörung durch die Türken unter habsburgische Kontrolle geriet. Fresach wurde zu einem Zentrum des Protestantismus, das trotz Gegenreformation im Geheimen weiterlebte und nach dem Toleranzpatent wieder eine evangelische Pfarre erhielt.
Heute ist Fresach als Luftkurort bekannt und bewahrt seine kulturelle Vielfalt. Das Evangelische Diözesanmuseum mit seinem kubischen Erweiterungsbau und das historische Toleranzbethaus zeugen von der langen Tradition. Jährlich finden hier die Europäischen Toleranzgespräche statt, die Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft zusammenbringen. Ein Wanderweg führt zu den Krebsen, die als Symbol für die besondere Natur des Ortes stehen.