Weißenstein liegt im Unteren Drautal in Kärnten, wo sich die Gailtaler Alpen und die Nockberge zu einer markanten Landschaft vereinen. Die Gemeinde erstreckt sich vom Talboden der Drau bis zu den Gipfeln des Schwandnocks, der mit über 1500 Metern Höhe den höchsten Punkt bildet. Im Osten grenzt sie an Villach, im Süden an Bad Bleiberg, im Westen an Paternion und im Norden an Fresach und Treffen. Der Name geht auf eine steile Felswand zurück, die „Pleschwand“, was so viel wie kahle Stelle bedeutet.
Erstmals taucht der Ort als Wizinstein in historischen Schriften auf, später wandelte sich der Name über verschiedene Schreibweisen zum heutigen Weißenstein. Die Burg Wizinstein wurde 1085 erwähnt, doch ein Erdbeben im Jahr 1201 zerstörte sie ebenso wie andere Burgen in der Region. Puch wurde bereits 878 urkundlich festgehalten, während Kellerberg erst 1251 als Chellerberch erwähnt wurde. Die heutige Gemeinde entstand 1973 durch die Zusammenlegung von Weißenstein und Kellerberg, die beide zuvor eigenständig waren.
Die Gemeinde besticht durch ihre historischen Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Leonhard, die bereits 1149 erwähnt wurde, oder die Burgruine Weißenstein mit ihren erhaltenen Mauerresten. Das Schloss Kellerberg-Rothauer fällt durch seine ungewöhnliche Architektur mit runden Ecktürmen auf. Wirtschaftlich prägt die Steinverarbeitung die Region, etwa durch den Marmorbruch in Gummern oder die Glasbläserei Rauter. Auch die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde sind überregional erfolgreich.