Friesoythe liegt im Oldenburger Münsterland an der Soeste, einem Fluss, der durch die östliche Hunte-Leda-Moorniederung fließt. Die Stadt gehört zum Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen und ist das nördlichste Mittelzentrum der Region. Ihr Gebiet erstreckt sich teilweise bis in die Landschaft des Hümmling, wo Moore und Feuchtgebiete das Bild prägen.
Die erste Erwähnung als Stadt stammt aus dem Jahr 1308, doch ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals entstand um eine Burg der Grafen von Tecklenburg eine Siedlung, die bald Handelsbeziehungen bis nach Köln und Münster unterhielt. Nach Zerstörungen und wechselnden Herrschaften wurde Friesoythe 1400 Teil des Niederstifts Münster und blieb bis 1802 katholisch geprägt. Die Nähe zum Saterland prägte über Jahrhunderte das Verhältnis zwischen beiden Regionen.
Heute ist Friesoythe als „Eisenstadt“ bekannt und Mitglied im Ring der Europäischen Schmiedestädte. Die Stadt verbindet historische Spuren wie die Reste der alten Stadtmauer mit einer von Mooren und Flüssen geprägten Naturlandschaft. Besonders das Schwaneburger Moor und das Vehnemoor-West bieten Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.