Geboltskirchen liegt im oberösterreichischen Hausruckviertel, eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln auf etwa 555 Metern Höhe. Die kleine Gemeinde erstreckt sich über rund 17 Quadratkilometer, wobei Wälder etwa ein Drittel und landwirtschaftliche Flächen über die Hälfte der Fläche einnehmen. Mehrere Bäche durchziehen das Gebiet, darunter die Trattnach und der Entererbach.
Erstmals taucht der Ort um 1150 unter dem Namen „Gerbrulteskirch“ in historischen Aufzeichnungen auf. Im Mittelalter gehörte er zum Herzogtum Österreich und später zum Fürstentum Österreich ob der Enns. Einst prägten ein Edelsitz und der Burgstall Oberbergham das Bild, bis der Besitzer im 17. Jahrhundert ein neues Schloss errichtete. Während der Napoleonischen Kriege wurde der Ort mehrfach besetzt, und im 19. Jahrhundert erlebte der Kohleabbau eine Blütezeit, bevor er 1963 eingestellt wurde.
Heute ist Geboltskirchen vor allem für seine Krippenbauschule bekannt, in der jährlich eine große Krippenausstellung stattfindet. Die Landeskrippenbauschule bietet eine mehrjährige Ausbildung und zieht Besucher mit ihrer beeindruckenden Landschaftskrippe an. Ein Relikt aus der Bergbauzeit ist die ehemalige Kohlebahn, auf der heute Draisinenfahrten möglich sind. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit einer deutschen Gemeinde und hat Persönlichkeiten wie den Künstler Gottfried Hattinger hervorgebracht.