Ahaus liegt im westlichen Münsterland, im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen, und ist Teil des Kreises Borken. Die Stadt wird von der Ahauser Aa durchflossen und grenzt im Nordwesten an die Niederlande. Das Stadtgebiet erstreckt sich maximal 17,78 Kilometer von Nord nach Süd und 13,67 Kilometer von West nach Ost, wobei die höchste Erhebung 70 Meter über dem Meeresspiegel erreicht und der tiefste Punkt bei 36 Metern liegt.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert, als ein Adelssitz namens Haus an der Aa erwähnt wurde. Im 12. Jahrhundert entstand hier eine Burg, die später zum Wasserschloss umgebaut wurde. Im 14. Jahrhundert erhielt die Siedlung Stadtrechte und entwickelte sich unter der Herrschaft des Fürstbischofs von Münster zu einem wichtigen Verwaltungszentrum. Im 17. und 18. Jahrhundert prägten ein barockes Wasserschloss und eine Fayence-Manufaktur das Bild der Stadt.
Heute ist Ahaus vor allem durch sein barockes Wasserschloss bekannt, das nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde. Die katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt mit ihrem markanten Glockenturm dominiert den Marktplatz, während die evangelische Christuskirche an der Wüllener Straße ein weiteres architektonisches Wahrzeichen ist. Die Stadt ist zudem durch den Widerstand gegen das Zwischenlager für Atommüll überregional bekannt geworden.