Siblingen liegt im Klettgau am Nordhang des Randen, eines Tafeljuras, der sich bis auf 900 Meter über Meer erhebt. Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Wäldern, die fast die Hälfte des Gemeindegebiets bedecken, und fruchtbaren Feldern, auf denen auch Wein angebaut wird. Der tiefste Punkt der Gemeinde befindet sich auf 475 Metern.
Frühe Spuren einer Besiedlung finden sich auf dem Schlossranden, wo bereits in der Bronzezeit Menschen lebten und Tongefäße hinterließen. Später errichteten die Römer dort eine kleine, befestigte Anlage, von der bei Ausgrabungen Werkzeuge und Schmuck zutage traten. Im Mittelalter entstand die Burg Hartenkirch, und das Dorf erhielt eine Kapelle, die dem Erzengel Michael geweiht war.
Das Wappen der Gemeinde zeigt eine grüne Tanne auf rotem Grund, ein Symbol, das sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Die reformierte Pfarrkirche stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert und birgt im Chor gotische Wandmalereien. Wanderer schätzen die Aussicht vom Siblinger Randenturm, der einen Blick über den Klettgau bis zu den Alpen bietet. Persönlichkeiten wie der Kirchenlieddichter Johann Wilhelm Meyer oder der Heimatforscher Johann Jakob Mezger prägten den Ort.