Halver liegt im westlichen Sauerland nahe der Grenze zum Bergischen Land, etwa zehn Kilometer westlich von Lüdenscheid. Die Stadt erstreckt sich auf einer Bergkuppe zwischen 374 und 420 Metern Höhe, während die tiefsten Punkte bei 275 Metern und die höchsten bei 433 Metern liegen. Mehrere Bäche durchziehen das Gebiet, darunter die Glör, der Löhbach und der Bolsenbach, die zur Ennepe fließen. Die Wasserscheide zwischen Ruhr und Wupper verläuft durch Halver, wo auch die Hälver und die Neye entspringen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung datieren aus der Mittelsteinzeit, darunter bedeutende Fundstellen wie Pottheinrich mit tausenden Artefakten. Um 950 wurde der Ort erstmals als Oberhof Halvara urkundlich erwähnt und entwickelte sich an einem alten Heerwegkreuz. Im Mittelalter entstand hier ein Femegericht, das bis ins 18. Jahrhundert bestand, und 1550 hielt die Reformation Einzug. Eine Pestwelle forderte 1100 Opfer, doch die verkehrsgünstige Lage förderte Handel und Handwerk.
Halver prägt bis heute seine metallverarbeitende Tradition, die seit dem späten 18. Jahrhundert besteht. Das Unternehmen Casp. Arn. Winkhaus, gegründet 1783, ist eines der ältesten noch aktiven Werke. Die malerische Landschaft mit ihren Talsperren wie der Glörtalsperre und der Kerspetalsperre lädt zu Wanderungen ein. Die Stadt verbindet damit historische Bedeutung, handwerkliches Erbe und eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft.