Marienheide liegt im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen, eingebettet in eine hügelige Landschaft mit Wäldern und Tälern. Die Gemeinde gehört zum Oberbergischen Kreis und ist Teil des Regierungsbezirks Köln. Durch das Gebiet fließen kleinere Bäche, die in größere Flüsse münden, während die Umgebung von ausgedehnten Waldgebieten geprägt ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1417 in einer Verkaufsurkunde, in der ein Mann namens Heydenreich als „unserer lieben Frauen Knecht auf der Mergenheyde“ genannt wird. Der Legende nach lebte dort ein Einsiedler namens Heinrich, der in einer Felshöhle im Bockelsburger Wald als Klausner lebte und durch eine Marienerscheinung zum Bau einer Wallfahrtskirche angeregt haben soll. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Marienheide zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, unterstützt von lokalen Adligen und kirchlichen Institutionen. Später gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Gimborn, bevor sie nach der Franzosenzeit preußisch wurde und sich die Verwaltungsstrukturen änderten.
Marienheide ist bekannt für seine Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung, die jedes Jahr Anfang Juli Ziel von Pilgern ist. Die Gemeinde bewahrt auch historische Bauwerke wie das Schloss Gimborn und das Bergische Drehorgelmuseum, das Musikautomaten aus mehreren Jahrhunderten zeigt. Naturfreunde schätzen die Talsperren, Wanderwege und die Kalksteinhöhle Hülloch. Einmalig ist auch der Aussichtsturm auf dem Unnenberg, von dem aus bei klarem Wetter das Siebengebirge zu sehen ist. Marienheide pflegt zudem eine Partnerschaft mit der polnischen Stadt Biała.