Hemer liegt im Norden des Sauerlandes, eingebettet zwischen den Tälern von Ruhr und Lenne. Die Stadt erstreckt sich über eine Mittelgebirgslandschaft mit ausgedehnten Wäldern, in der die Iserlohner Höhe mit ihren bis zu 546 Meter hohen Gipfeln den Süden prägt. Im Norden fällt das Gelände zum Tal der Oese ab, die das Stadtgebiet durchfließt und in der Innenstadt Hemer-Bach heißt. Nachbarstädte sind Iserlohn, Menden, Balve, Neuenrade und Altena, mit denen Hemer eng zusammenarbeitet.
Erstmals erwähnt wurde Hemer im Jahr als Hademare, doch schon im ersten Jahrtausend wurde im heutigen Felsenmeer Eisensandstein abgebaut. Die politische Vereinigung der Region begann 1841 mit der Einrichtung des Amtes Hemer, während die heutige Stadt Hemer durch die Zusammenlegung mehrerer Gemeinden 1975 entstand. Wirtschaftlich war die Stadt lange vom metallverarbeitenden Gewerbe und der Papierherstellung geprägt, bis 2010 die Landesgartenschau auf dem Gelände der ehemaligen Blücher-Kaserne über eine Million Besucher anzog.
Bekannt ist Hemer vor allem für das einzigartige Geotop Felsenmeer, ein unter Naturschutz stehendes Gebiet mit zerklüfteter Oberfläche. Die Heinrichshöhle, eine Tropfsteinhöhle, zieht seit ihrer Eröffnung als Schauhöhle Besucher an. Neben der markanten Landschaft prägen historische Bauwerke wie die Edelburg und das Perick-Höhlensystem das Bild der Stadt, die sich zwischen waldreichen Höhen und dicht besiedelten Tälern erstreckt.