Balve liegt im Hönnetal, einem Flusstal im Sauerland, am Fuß des Balver Waldes und nahe dem Sorpesee. Die Stadt wird vom Höhenzug Iserlohner Höhe im Nordwesten begrenzt und grenzt an Orte wie Hemer und Arnsberg. Die Hönne durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von über dreizehn Kilometern.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, als Jägergruppen die Balver Höhle nutzten. Später entwickelte sich der Ort aus drei mittelalterlichen Höfen, deren Namen sich im heutigen Stadtbild widerspiegeln. Balve war lange eine Grenzfestung des kurkölnischen Sauerlandes und erhielt 1430 die Stadtrechte. Sein Wahlspruch „Säu faste ärre Balve“ unterstreicht die historische Wehrhaftigkeit.
Die Balver Höhle, eine der größten Kulturhöhlen Europas, ist heute ein kultureller Mittelpunkt. Die romanische Pfarrkirche mit ihren Fresken aus dem 13. Jahrhundert zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Region. Zudem ist Balve für seine Dinosaurierfunde aus der Kreidezeit bekannt, darunter seltene Nagetierarten, die nur hier und in Großbritannien entdeckt wurden.