Hermeskeil liegt eingebettet in den Schwarzwälder Hochwald im Südwesten des Hunsrücks, wo sich die Gemarkung in einer Höhe von 500 bis 600 Metern in einer Mulde ausbreitet. Der Ort wird von den Flüssen Löster und Prims durchzogen, während die Primstalsperre in der Nähe liegt. Als Nachbarorte sind die saarländische Stadt Wadern sowie die Gemeinden Rascheid, Geisfeld und Damflos im Landkreis Trier-Saarburg zu nennen.
Die Geschichte Hermeskeils reicht bis in vorchristliche Zeiten zurück, wie Funde keltischer Gräberfelder und römischer Straßen belegen. Ein besonders bedeutendes Zeugnis ist das älteste nachgewiesene römische Militärlager Deutschlands, das in den Jahren 53 und 51 v. Chr. von Caesars Truppen errichtet wurde. Die erste gesicherte Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1220 unter dem Namen Hermannis Kellede. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Hermeskeil schwer getroffen, doch im 18. Jahrhundert erholte es sich und entwickelte sich zum Hauptort im Hochwald.
Hermeskeil prägt ein lebendiges Zentrum mit der katholischen Pfarrkirche St. Martin, neben der nach dem Zweiten Weltkrieg eine Kopie der Stalingradmadonna als Sandsteinrelief aufgestellt wurde. Das ehemalige Franziskaner-Kloster, das bis 2016 von Franziskanern und später von Franziskanerinnen genutzt wurde, ist ein weiteres kulturelles Highlight. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre historische Rolle als Gaumusterdorf während der NS-Zeit, die in literarischen Werken aufgegriffen wurde. Heute beherbergt das Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne eine Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende.