Hilpoltstein liegt in Mittelfranken, etwa eine halbe Stunde südlich von Nürnberg und nördlich von Ingolstadt am Fluss Roth. Die Stadt befindet sich am Ostrand des Fränkischen Seenlandes, wo der Main-Donau-Kanal am nordöstlichen Rand des bebauten Gebiets vorbeifließt. Mit seinen 49 Gemeindeteilen und 18 Gemarkungen erstreckt es sich über eine vielfältige Landschaft, darunter auch der namensgebende Ort mit mehreren Mühlen.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als eine Burg auf Besitzungen des Hochstifts Eichstätt entstand. Die Herren von Stein prägten die frühe Entwicklung, bis die Linie 1385 ausstarb und Burg sowie Siedlung an die Wittelsbacher übergingen. Nach wechselnden Herrschaften wurde Hilpoltstein 1512 in den Baierischen Kreis eingegliedert und erlebte im Markgrafenkrieg schwere Belastungen durch Brandschatzungen.
Heute ist die Stadt vor allem für ihr alljährliches Burgfest bekannt, das an die Ankunft der Pfalzgrafenwitwe Maria Dorothea im Jahr 1606 erinnert. Die ehemalige Burg, heute als Haus des Gastes genutzt, und die Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer zeugen von der historischen Bedeutung. Eingebettet in die seenreiche Umgebung bietet Hilpoltstein eine Mischung aus mittelalterlichem Erbe und modernem Leben.