Roth liegt in Mittelfranken, etwa 20 Kilometer südlich von Nürnberg, wo sich die Flüsse Roth, Rednitz und Aurach vereinen. Die Stadt befindet sich am nördlichen Rand des Fränkischen Seenlandes, umgeben von sanften Hügeln der Keuperbucht. Der Main-Donau-Kanal verläuft nur wenige Kilometer östlich. Nachbarorte wie Schwanstetten und Rednitzhembach grenzen im Norden und Süden an das Stadtgebiet.
Der Name Roth geht auf den roten Gesteinsuntergrund des namensgebenden Flusses zurück. Erstmals erwähnt wurde der Ort im 11. Jahrhundert, als der Eichstätter Bischof eine Kirche weihte. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach zwischen Bamberg, den Grafen von Abenberg und der Burggrafschaft Nürnberg. 1363 erhielt Roth Stadtrechte, und im 15. Jahrhundert entstand eine Stadtbefestigung. Später gehörte die Stadt zu Brandenburg-Ansbach, bis sie 1806 bayerisch wurde.
Heute ist Roth Kreisstadt und profitiert von der Nähe zur Metropolregion Nürnberg. Das ehemalige Jagdschloss Ratibor aus dem 16. Jahrhundert prägt das Stadtbild. Die Industrialisierung brachte Eisenbahnanschluss und die Herstellung von Christbaumschmuck, wovon noch heute die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaums zeugt. Die Otto-Lilienthal-Kaserne unterstreicht die militärische Bedeutung der Stadt.