Hinterhornbach liegt versteckt im hintersten Abschnitt des Hornbachtals, einem Seitental des Lechtals, direkt an der Grenze zu Deutschland. Die Gemeinde erstreckt sich über mehr als fünfzig Quadratkilometer und reicht von knapp unter tausend Metern Höhe bis zu über zweitausendfünfhundert Metern in den Allgäuer Alpen. Die umliegenden Bergketten wie die Hochvogelgruppe oder die Hornbachkette prägen das Bild mit schroffen Gipfeln und wenigen tiefen Einschnitten.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im dreizehnten Jahrhundert, doch seine Wurzeln reichen weiter zurück: Die Besiedlung begann als Almgebiet, das vom Allgäu aus über die Joche erschlossen wurde. Lange gehörte Hinterhornbach zur Pfarre Elbigenalp und stand unter der Gerichtsbarkeit Ehrenbergs. Zwischenzeitlich war es mit Vorderhornbach zu einem Steuerdistrikt vereint, bevor es sich 1883 als eigenständige Gemeinde etablierte. In den Nachkriegsjahrzehnten drohte die Abwanderung, doch der Ausbau der Talstraße brachte neuen Aufschwung.
Heute ist Hinterhornbach vor allem für seine alpine Umgebung bekannt, die Wanderer und Gäste anzieht. Die katholische Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau vom Guten Rat“ prägt das Ortsbild, und das Gemeindewappen mit dem Widderkopf erinnert an die einst bedeutende Schafzucht. Der Maler Johann Kärle stammt von hier, und das Kaufbeurer Haus dient als Selbstversorgerhaus für Bergsteiger. Die meisten Besucher kommen im Sommer, wenn die Übernachtungszahlen steigen und die Natur zum Verweilen einlädt.