Hoheneich liegt im nördlichen Niederösterreich, eingebettet im waldreichen Gebiet des Waldviertels. Der Ort erstreckt sich entlang des Braunaubachs, zwischen den Nachbarorten Gmünd und Schrems, und umfasst eine Fläche von etwa 16 Quadratkilometern, von denen mehr als die Hälfte mit Wald bedeckt ist.
Der Name des Ortes verweist auf eine markante Eiche oder einen hochgelegenen Eichenbestand, was sich auch im nahegelegenen „Eichelgraben“ widerspiegelt. Schon im 12. Jahrhundert gehörte Hoheneich zur Herrschaft Kirchberg am Walde, die von den Herren von Kuenring belehnt wurde. Im 14. Jahrhundert nannte sich ein Niklas von Hoheneich nach seinem Besitz, doch später ging der Ort an die Freiherren von Kirchberg über. Im 15. Jahrhundert wurde Hoheneich durch kriegerische Auseinandersetzungen, darunter die Feldzüge des Ungarkönigs Mathias Corvinus, in Mitleidenschaft gezogen. Im 17. und 19. Jahrhundert erlitt der Ort weitere Plünderungen und Zerstörungen, etwa durch feindliche Truppen oder während der preußischen Belagerung.
Prägend für Hoheneich ist die katholische Pfarrkirche zur Unbefleckten Empfängnis, die mit dem „Wunder von Hoheneich“ aus dem Jahr 1621 verbunden ist. Der Ort beherbergte einst mehrere Handwerksbetriebe und Fabriken, darunter eine Teppich- und Samtwarenfabrik. Heute prägen ein Kindergarten und eine Volksschule das öffentliche Leben. Persönlichkeiten wie der Komponist Raimund Weissensteiner oder die Volkskundlerin Margot Schindler stammen aus Hoheneich.