Waldenstein liegt im nördlichen Niederösterreich, genauer im Waldviertel, und ist von ausgedehnten Wäldern geprägt, die fast ein Viertel der Fläche einnehmen. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa 23 Quadratkilometer und besteht aus sieben Ortsteilen, darunter Albrechts und Groß-Höbarten. Mit rund 1200 Einwohnern gehört sie zum Bezirk Gmünd.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als dort ein kleiner Adelssitz entstand. Im 19. Jahrhundert wurde Waldenstein zu einer eigenständigen Gemeinde, bevor es 1968 durch den Zusammenschluss mit mehreren Nachbardörfern an Größe gewann. Ein besonderer Einschnitt war 1883 die Ernennung zum Marienwallfahrtsort, ausgelöst durch eine großformatige Lindenholzstatue der Muttergottes mit dem Jesuskind, in dessen Schulter eine Hacke eingearbeitet ist.
Die Gemeinde besticht durch ihre Wallfahrtskirche, die dem Erzengel Michael geweiht ist und seit 1837 Pilger anzieht. In der Umgebung finden sich Spuren früher Besiedlung wie ein mittelalterlicher Steinbruch am Venusberg oder ein Hausberg bei Grünbach mit alten Granitmauern. Kulturhistorisch wertvoll sind auch die historischen Ortskapellen in den Ortsteilen, die zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert entstanden. Persönlichkeiten wie der Politiker Johann Koppensteiner oder der Musiker und Autor Hans Fitzinger verbinden Waldenstein mit überregionaler Geschichte.