Höxter liegt im Osten Nordrhein-Westfalens, wo die Weser das Weserbergland durchfließt. Die Stadt ist von bewaldeten Höhen wie dem Solling und dem Oberwälder Land umgeben, während der Köterberg im Norden mit fast 500 Metern die höchste Erhebung bildet. An den Ufern der Weser wechseln sich Flussauen mit steilen Muschelkalkhängen ab, auf denen sich die Altstadt ausbreitet. Nur wenige Ortsteile wie Lüchtringen liegen östlich des Flusses.
Die Wurzeln Höxters reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, als fränkische Truppen unter Karl dem Großen die Weserfurt sicherten. 822 schenkte Kaiser Ludwig der Fromme das Gebiet dem neu gegründeten Kloster Corvey, das hier eine bedeutende Benediktinerabtei errichtete. Im 13. Jahrhundert erhielt Höxter Stadtrechte, obwohl es bereits lange zuvor als Stadt mit Markt- und Befestigungsrecht galt. Ein besonderes Kapitel der Geschichte war die Zerstörung der nahegelegenen Siedlung Corvey, die sich zu einer Konkurrenzstadt entwickelt hatte.
Heute prägen vor allem das karolingische Westwerk des Klosters Corvey, seit 2014 UNESCO-Weltkulturerbe, das Stadtbild. Die Weserlandschaft mit ihren Kiesseen und Muschelkalkhängen bietet Erholungsraum, während die Altstadt mit historischen Fachwerkhäusern aufwartet. Die Umgebung ist bekannt für Wacholderheiden und orchideenreiche Buchenwälder, die auf den kalkhaltigen Böden gedeihen.