Hannover liegt im Tal der Leine, wo das Niedersächsische Bergland in das Norddeutsche Tiefland übergeht. Die Stadtmitte befindet sich auf etwa 55 Metern Höhe, während der Kronsberg im Südosten mit 118 Metern den höchsten Punkt bildet. Im Südwesten grenzen fruchtbare Lössböden des Weserberglands an, im Norden erstrecken sich sandige Moorgebiete. Die Leine durchfließt die Stadt und mündet später in die Aller, während der künstlich angelegte Maschsee als zentraler See ohne natürlichen Zufluss dient. Mit über 200 Quadratkilometern Stadtgebiet zählt Hannover zu den grünsten Großstädten Deutschlands, wozu der 650 Hektar große Stadtwald Eilenriede maßgeblich beiträgt.
Erste Siedlungsspuren stammen aus der Römerzeit, doch die eigentliche Gründung Hannovers fällt ins Mittelalter, als eine Marktsiedlung an einer geschützten Stelle am Leineufer entstand. Der Name leitet sich vermutlich von „Honovere“ – „am hohen Ufer“ – ab. 1150 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt die Stadt 1241 das Stadtrecht und trat wenig später der Hanse bei. Im 13. Jahrhundert wurde Hannover mit einer acht Meter hohen Stadtmauer befestigt, die bis heute in Teilen wie dem Döhrener Turm erhalten ist. Als Residenzstadt der Welfen ab 1636 und später des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg prägte Hannover über Jahrhunderte die Politik der Region.
Heute ist Hannover eine weltoffene Großstadt mit internationaler Ausstrahlung. Das Neue Rathaus beeindruckt mit seinem Bogenaufzug, während die Herrenhäuser Gärten mit ihrem Schloss zu den bedeutendsten Barockanlagen Europas zählen. Die Stadt ist bekannt für ihre vielfältige Kulturszene, darunter das Wilhelm Busch-Museum und das Niedersächsische Staatstheater. Als Messestadt mit dem zweitgrößten Messegelände der Welt und als UNESCO City of Music mit renommierten Orchestern zieht Hannover Besucher aus aller Welt an. Jährlich lockt das größte Schützenfest der Welt Tausende Gäste in die niedersächsische Landeshauptstadt.