Lestkov liegt in Westböhmen, etwa zehn Kilometer östlich von Planá an der Straße nach Konstantinovy Lázně. Auf 617 Metern Höhe erstreckt sich das Dorf in einer sanften Hügellandschaft, die von Wäldern und Feldern geprägt ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1257 unter dem Namen Lezchow, bereits sechs Jahre später ist er als Pfarrsitz belegt. Jahrhundertelang gehörte Lestkov den Grafen von Schwanberg, deren Wappen – ein Schwan – noch heute das Gemeindewappen ziert. Später wechselten die Besitzer mehrfach, darunter die Fürsten zu Löwenstein, die den Ort bis zur Enteignung 1945 besaßen. Wirtschaftlich lebte Lestkov lange von Handel und Handwerk, verlor aber im 18. und 19. Jahrhundert an Bedeutung, als Plan wuchs und das nahe Kurbad Konstantinsbad entstand.
Das Ortsbild prägen vor allem die wiederhergestellte Ruine der St.-Prokop-Kirche, die bereits 1375 erwähnt wurde und deren barocke Gestalt aus dem 18. Jahrhundert stammt. Neben dem ehemaligen Schulhaus, das heute als Gemeindeamt dient, fallen zwei Heiligenstatuen auf: eine des hl. Antonius von Padua vor dem Amt und eine des Ortspatrons hl. Prokop auf dem Markt. Ein alter Kornspeicher und die malerische Umgebung mit aufgelassenen Orten wie Böhmische Mühle runden das Bild ab.