Mérida liegt im Südwesten Spaniens, mitten in der Extremadura, eingebettet im fruchtbaren Tal des Guadiana. Der Fluss Albarregas mündet hier von Nordosten in den Guadiana, während die Stadt von Cáceres im Norden, Don Benito im Westen und Zafra im Süden umgeben ist. Mit etwa 217 Metern über dem Meeresspiegel ist sie eine der tiefer gelegenen Städte der Region. Die Stadt zählt rund 60.000 Einwohner und ist damit ein bedeutendes Zentrum in der Provinz Badajoz.
Die Wurzeln Méridas reichen bis in die Antike zurück, als sie unter dem Namen Emerita Augusta von Kaiser Augustus gegründet wurde. Als Kolonie für Veteranen römischer Legionen entwickelte sie sich schnell zu einem wichtigen Stützpunkt mit prächtigen Bauwerken wie Theatern, Amphitheatern und Aquädukten. Später wurde sie Hauptstadt des Westgotenreichs und erlebte unter arabischer Herrschaft eine Phase als religiöses Zentrum. Nach der Rückeroberung durch christliche Truppen im 13. Jahrhundert blieb sie ein kultureller und politischer Knotenpunkt.
Heute ist Mérida vor allem für seine römischen Denkmäler bekannt, darunter das Theater, das Amphitheater und die berühmte Römerbrücke über den Guadiana. Jährlich findet hier ein Kulturfestival statt, das antike Theaterstücke auf die Bühne bringt. Die Stadt beherbergt zudem ein bedeutendes Museum mit römischen Mosaiken und Münzsammlungen. Persönlichkeiten wie der Bildhauer Juan de Ávalos oder die Mathematikerin Rosa Elvira Lillo stammen aus Mérida, das seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe ist.