Düren liegt im nordrhein-westfälischen Teil der Euregio Maas-Rhein, am Nordrand der Eifel zwischen den Großstädten Aachen und Köln. Die Rur durchfließt das Stadtgebiet von Süden nach Norden und prägt die Landschaft. Die fruchtbare Jülich-Zülpicher Börde erstreckt sich im Norden, während im Südwesten die Rureifel mit ihrer Talsperre und dem Nationalpark Eifel beginnt. Mit etwa 85 Quadratkilometern Fläche und rund 94.000 Einwohnern ist Düren eine bedeutende Mittelstadt.
Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Funde von Häusern und Gräbern belegen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Düren 747 zur Zeit der Franken, als Karl der Große hier weilte. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt durch das Annahaupt, eine Reliquie der Heiligen Anna, zu einem wichtigen Pilgerziel. Die Annakirmes und die Tradition als Stadt der Märkte gehen auf diese Zeit zurück. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und einem Erdbeben erlebte Düren durch die Industrie einen Aufschwung, besonders durch Papier-, Textil- und Metallverarbeitungsbetriebe. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu 99 % zerstört, erholte sich aber danach und wuchs durch die Eingliederung benachbarter Orte.
Düren besticht durch seine kulturellen Einrichtungen wie das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum. Das Schloss Burgau und weitere Burgen sowie der Schillingspark zählen zu den historischen Bauwerken. Die Annakirmes und der rheinische Karneval sind prägende Feste. Sportlich ist die Stadt durch den Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren vertreten. Wirtschaftlich bleibt die Papier- und Metallverarbeitung wichtig, während neue Branchen wie die Elektromobilität hinzukommen. Die Verkehrsanbindung erfolgt über die Autobahn A4, die Bahnstrecke Köln–Aachen und Radwanderwege.