Langerwehe liegt im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen, am Nordrand des Hürtgenwaldes und am Wehebach. Südlich der Bundesautobahn 4 befindet es sich zwischen Düren im Osten und Eschweiler im Westen. Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum Naturpark Hohes Venn-Eifel und zur Rureifel. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt im Staatsforst Hürtgenwald auf 343 Metern Höhe. Im Westen grenzt die Halde Nierchen an Eschweiler.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis in die fränkische Zeit zurück, als der Ortsteil Rymelsberg entstand. Um das Jahr 1000 entstanden dort erste Töpfereien, später folgte hangabwärts eine Töpfersiedlung namens Ules. An der Kreuzung von Hauptstraße und Wehebach bildete sich der Ortsteil Zu Wehe, der mit der Zeit mit Ules zu einem langen Straßendorf verschmolz. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden hier Aachhörner, eine besondere Art Pilgerhörner, hergestellt. Die Töpferei und die Herstellung von Langerweher Steinzeug prägten über Jahrhunderte die Wirtschaft des Ortes. Auch Blei- und Kupferhütten sowie Eisen- und Hammerwerke entlang des Wehebachs zeugen von einer regen Kleinindustrie seit der Frühen Neuzeit.
Langerwehe ist bekannt für sein Töpfereimuseum, das in einem alten Pfarrhaus untergebracht ist und die Geschichte der Keramik vom Mittelalter bis heute zeigt. Die Laufenburg, eine mittelalterliche Burganlage aus dem 12. Jahrhundert, thront auf einer Bergkuppe im Wehebachtal und beherbergt heute einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Gaststätte. Schloss Merode, ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert, wird privat genutzt und ist ein kultureller Anziehungspunkt. Regelmäßige Feste wie der Kürbismarkt in Merode, der Eifelmarkt im Töpfereimuseum oder der romantische Weihnachtsmarkt in Schloss Merode prägen das kulturelle Leben. Zudem unterhält Langerwehe seit 1985 eine Städtepartnerschaft mit der englischen Stadt Exmouth.