Forchach liegt versteckt im Lechtal, wo der Lech sein Bett durch die Landschaft zieht und die Gemeindegrenze mit sich verändert. Das Gebiet reicht vom Fluss bis hinauf zur Schwarzhanskarspitze, die mit über 2000 Metern Höhe die Landschaft prägt. Wälder bedecken den Großteil des Gemeindegebiets, während Wiesen, Gewässer und Almen den Rest ausmachen. Der Ort selbst besteht nur aus einem Ortsteil, der von der Lechtalstraße umfahren wird.
Erstmals taucht der Name Forchach im Jahr 1200 als „Vorhach“ auf, was so viel wie Föhrenwald bedeutet. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach: Ein schwäbischer Ritter verkaufte das Land an ein Stift, später gehörte es den Herren von Starkenberg. Forchach wurde Teil des Gerichts Reutte und überstand auch schwere Zeiten wie die Pest, die 1635 zum Bau einer Kapelle führte, die später zu einer barocken Kirche erweitert wurde.
Heute ist Forchach bekannt für seine Expositurkirche Hl. Sebastian und eine markante Hängebrücke, die ursprünglich aus Holz gebaut und später durch eine Stahlkonstruktion ersetzt wurde. Wirtschaftlich lebt die Gemeinde von einer kleinen Industrieansiedlung und etwas Landwirtschaft, darunter ein Zweigwerk eines Maschinenbauunternehmens. Persönlichkeiten wie der Baumeister Jakob Singer und der Unternehmer Carl Schwenk verbinden die Gemeinde mit ihrer Geschichte.