Grän ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Tirol und liegt im Reuttener Bezirk. Sie ist die höchstgelegene Gemeinde im Tannheimer Tal, einem Hochtal an der Grenze zu Bayern, und erstreckt sich bis zum Strindenbachtal im Süden. Das Gemeindegebiet umfasst vier Ortschaften: Enge, Grän, Haldensee und Lumberg. Mit einem Großteil bewaldeter Fläche und einem kleineren Anteil an landwirtschaftlich genutzten Gebieten sowie Alpen bietet die Landschaft vor allem Berglandschaft und Wald.
Die erste urkundliche Erwähnung von Grän stammt aus dem Jahr 1427 unter dem Namen „Grun“. Ursprünglich gehörte der Ort zur Anwaltschaft Tannheim, bevor er 1833 eine eigenständige Gemeinde wurde. Historisch prägend war die Wendelinkapelle, die 1559 erwähnt und 1789 zur Kirche ausgebaut wurde. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt Grän schwere Zerstörungen durch Artilleriefeuer, als US-Truppen einrückten und Widerstandskämpfer die Gemeinde in Brand setzten.
Heute ist Grän vor allem als Tourismusgemeinde bekannt, mit dem Skigebiet Füssener Jöchle und dem Weiler Haldensee am gleichnamigen See. Die Region bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Radfahren und Skifahren. Die Kirche zum heiligen Wendelin, 1789 erbaut, ist ein bedeutendes Bauwerk. Das Gemeindewappen zeigt eine springende Gemse über einem Baumstrunk und erinnert an die historische Jagdtradition der Bewohner. Persönlichkeiten wie der Baumeister Andreas Hafenegger oder der Politiker Alfons Weißgatterer stammen aus Grän.