Neuendettelsau liegt im Regierungsbezirk Mittelfranken und gehört zum Landkreis Ansbach. Die Gemeinde befindet sich auf einer welligen Hochebene in etwa 440 Metern Höhe und ist Teil der Metropolregion Nürnberg. Durch das Gebiet fließen die Aurach und die Fränkische Rezat, die von weiteren Bächen gespeist werden. Die Landschaft ist geprägt von Sandsteinkeuper und Gipskeuper, während in den Tallagen anmoorige Böden und Sande vorherrschen. Wälder wie der Neuendettelsauer Wald und das Bachholz prägen das Bild, wobei Kiefern dominieren.
Der Ort entstand als spätmittelalterliche Ausgründung des kleinen Dörfchens Altendettelsau. Seine Bedeutung wuchs durch die Anlage eines Herrensitzes, des Ritterguts Tetelsau, das erstmals erwähnt wurde. Jahrhundertelang blieb Neuendettelsau eine kleine Landgemeinde mit vergleichbarer Größe wie benachbarte Orte. Einen tiefgreifenden Wandel brachte das 19. Jahrhundert, als Pfarrer Wilhelm Löhe und seine Mitstreiter die Diakonissenanstalt und die Mission EineWelt ins Leben riefen. Später kamen die Augustana-Hochschule und eine Hostienbäckerei hinzu.
Heute ist Neuendettelsau vor allem durch seine diakonischen Einrichtungen bekannt, die zu den größten Arbeitgebern der Region zählen. Die planmäßige Anlage als Straßenangerdorf mit ovalem Grundriss und Etter ist noch heute erkennbar. Historische Straßen wie die Hauptstraße oder die Wilhelm-Löhe-Straße zeugen von der langen Geschichte. Die umliegenden Wälder und das Aurachtal bieten Erholungsmöglichkeiten, während die Nähe zu Nachbarorten wie Windsbach und Heilsbronn die regionale Vernetzung stärkt.