Nieheim liegt im Norden Südostwestfalens, eingebettet zwischen dem Eggegebirge und dem Teutoburger Wald. Der Ort erstreckt sich über eine Fläche von etwa achtzig Quadratkilometern und wird von der Emmer durchflossen, die weiter südlich in die Weser mündet. Die Landschaft ist geprägt durch die fruchtbare Steinheimer Börde im Norden und das bewaldete Bergland im Süden, wo der historische Kern auf der Grenze beider Zonen liegt.
Erstmals erwähnt wurde Nieheim im Jahr 1036 als Herrenhof, der an das Paderborner Kanonikerstift Busdorf übertragen wurde. Im frühen 13. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte und entwickelte sich zu einer Ackerbürgerstadt, die später der Hanse beitrat. Als Teil des Hochstifts Paderborn wechselte Nieheim mehrfach die Herrschaft, bis es 1836 eine amtsfreie Stadt im Kreis Höxter wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl durch Zuwanderung deutlich an.
Heute ist Nieheim als heilklimatischer Kurort bekannt und verbindet ländlichen Charme mit geologischen Besonderheiten. Im Stadtgebiet finden sich mineralische Grundwasservorkommen, und in einer stillgelegten Tongrube wurde ein fast vollständiges Plesiosaurierskelett entdeckt. Die katholische Prägung zeigt sich in mehreren Pfarrgemeinden, während das Bilster Berg Drive Resort auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots für moderne Unterhaltung sorgt.