Nossen liegt im sächsischen Hügelland am Fluss Freiberger Mulde, eingebettet zwischen sanften Anhöhen wie dem Rodigt und dem Steinbusch. Die Stadt ist umgeben von Wäldern wie dem Zellwald, einem Überrest des einstigen Urwalds, und grenzt an Gemeinden wie Roßwein und Großschirma. Mit etwa 259 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist das Rathaus ein markanter Punkt im Tal.
Erstmals erwähnt wurde Nossen 1185 als Herrensitz eines Ritters, der das Land vom Bischof von Meißen erhielt. Im Mittelalter ging der Ort an das Kloster Altzella, das hier Bergbau betrieb. Nach der Säkularisation 1540 wurde Nossen Verwaltungssitz und erhielt 1664 das Stadtrecht. Im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem Eisenbahnknoten und Industrieort mit Fabriken für Leder und Puppen.
Bekannt ist Nossen für sein Schloss auf einem Felssporn und das Kloster Altzella. Das Rathaus, 1914/15 erbaut, prägt das Stadtbild. Ein dunkles Kapitel der Geschichte ist das KZ-Außenlager im Pitzschebachtal. Heute verbindet die Stadt ihre Tradition mit Partnerschaften wie der mit Alsheim.