Öhringen liegt in der fruchtbaren Hohenloher Ebene, wo der kleine Fluss Ohrn durch das flache Tal fließt und kurz darauf in den Kocher mündet. Die Stadt ist umgeben von sanften Keuperwaldbergen und erstreckt sich von etwa 170 Metern Höhe im Kochertal bis auf fast 500 Meter im Mainhardter Wald. Mit ihren Stadtteilen wie Ohrnberg oder Michelbach am Wald zeigt sich eine abwechslungsreiche Landschaft aus Gäuflächen und bewaldeten Höhenzügen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung stammen von den Römern, die hier am Limes zwei Kastelle errichteten. Urkundlich erwähnt wird Öhringen erstmals im 11. Jahrhundert als Chorherrenstift, das im Stiftungsbrief von 1037 als Oringowe genannt wird. Im 17. Jahrhundert stieg die Stadt zur Residenz der Fürsten zu Hohenlohe auf und erlebte eine Blütezeit in Baukunst und Wirtschaft. Nach der Übernahme durch Württemberg wurde sie Verwaltungssitz und blieb bis zur Kreisreform 1973 Kreisstadt.
Heute ist Öhringen mit seinen historischen Bauwerken und der malerischen Flusslandschaft ein kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region. Die Altstadt mit ihrer mittelalterlichen Prägung und das ehemalige Residenzschloss zeugen von der wechselvollen Geschichte. In der Umgebung prägen Streuobstwiesen und Weinberge das Bild, während das Ohrntal als Landschaftsschutzgebiet unter besonderem Schutz steht. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre lebendige Mundart, die fränkische, rheinfränkische und schwäbische Einflüsse vereint.