Opařany liegt in Südböhmen, etwa 15 Kilometer westlich von Tábor, auf einem Höhenrücken zwischen den Tälern der Flüsse Smutná und Oltyňský potok. Das Gelände ist von sanften Hügeln geprägt, darunter der Srubce mit 467 Metern, die Noviny mit 476 Metern und der Chlum, der sich auf 540 Metern erhebt. Im Ort selbst befindet sich der Teich Kášovka, während in der Umgebung weitere kleinere Gewässer und Hügel das Landschaftsbild prägen. Die Staatsstraße I/29 verbindet Opařany mit Tábor und Písek.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1268, als König Ottokar II. Přemysl die Feste Opařany mit einer Brauerei vom Prager Bischof erwarb. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach, darunter an das Bistum Prag, die Stadt Tábor und verschiedene Adelsfamilien wie die von Zrzawa und die Slawata. Die Jesuiten erwarben das Gut 1667 und nutzten es bis zu ihrem Verbot 1773. Später diente das Schloss als Irrenanstalt, bevor es heute eine Klinik für Kinderpsychiatrie beherbergt.
Besonders sehenswert ist die barocke Wallfahrtskirche des hl. Franz Xaver, die zwischen 1732 und 1735 nach Plänen von Kilian Ignaz Dientzenhofer entstand. Daneben steht eine Nischenkapelle des hl. Johannes von Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert. Das ehemalige Barockschloss, einst Jesuitenresidenz, wurde später zur Irrenanstalt umgebaut und dient heute als Klinik. In Hodušín befindet sich zudem eine Kirche des hl. Wenzel, während das Schloss Oltyně mit seinem Englischen Landschaftsgarten ein weiteres architektonisches Juwel darstellt.