Otročín liegt im Nordwesten Tschechiens, eingebettet im Tepler Hochland nahe dem Slavkovský les. Ein kleiner Bach durchzieht das Dorf, während sich im Westen und Süden bewaldete Hügel wie der Tisovský vrch oder der Holý kopec erheben. Die Bahnlinie von Rakovník nach Bečov nad Teplou führt durch das Tal des Otročínský potok, doch die nächste Station liegt etwas außerhalb.
Die ersten Spuren einer Siedlung stammen aus dem 12. Jahrhundert, als sich hier Slawen am Zusammenfluss zweier Bäche niederließen. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals im frühen 13. Jahrhundert, als das Stift Tepl eine Kapelle errichten ließ. Später lockte der Goldfund in den Bächen deutsche Siedler an, die das Dorf zu einem Reihendorf ausbauten. Der Name wechselte von der slawischen Bezeichnung zu Landeck, als das Stift deutsche Seifner anwarb.
Heute prägen die Kirche des Erzengels Michael und der Sockel des Kaiser-Josef-Denkmals das Bild. Ein jüdischer Friedhof erinnert an die frühere jüdische Gemeinde. Die Ortsteile Brť, Měchov, Poseč und Tisová gehören zur Gemeinde, die seit 1961 zum Okres Karlovy Vary zählt.