Útvina liegt im Nordwesten Tschechiens, eingebettet in die sanften Hügel des Tepler Hochlandes. Der kleine Ort wird vom Odolenovický potok durchflossen und ist über die Staatsstraße 20/E 49 gut erreichbar, die von Bečov nad Teplou nach Toužim führt. In der Nähe liegen die Dörfer Přílezy und Chylice im Norden, während im Westen Krásné Údolí und Odolenovice zu finden sind.
Die Geschichte Útvinas beginnt im 12. Jahrhundert, als Prämonstratenser aus dem Kloster Mühlhausen den Grenzwald rodeten und hier eine Propstei errichteten. Der Ort wurde zum Hauptort der Herrschaft Toužim und erhielt 1384 Stadtrechte. Doch Kriege und Machtkämpfe prägten die folgenden Jahrhunderte: Hussitenkriege, Raubzüge und Zerstörungen durch rivalisierende Adelsfamilien setzten dem Ort zu. Nach einer Verlegung ins Tal der Střela verlor Útvina endgültig seine Bedeutung, blieb aber als Marktflecken bestehen.
Heute ist Útvina vor allem für seine ländliche Ruhe und historische Spuren bekannt. Ein Aussichtsturm bietet weite Blicke über die Umgebung, während die Kirche St. Veit und die Filialkirche St. Bartholomäus in Přílezy von der langen Geschichte zeugen. Auch Kapellen und Kreuze in den Ortsteilen wie Svinov und Přílezy spiegeln die regionale Frömmigkeit wider. Der Mundartdichter Otto Zerlik, der hier geboren wurde, ist eine der wenigen bekannten Persönlichkeiten des Ortes.