Overath liegt im Süden Nordrhein-Westfalens, etwa 25 Kilometer östlich von Köln, eingebettet im Aggertal und im Bergischen Land. Die Stadt erstreckt sich entlang des Flusses Agger und seiner Nebenflüsse, während sich die Ortslagen auch in den umliegenden Tälern und auf den Anhöhen verteilen. Der höchste Punkt des Stadtgebiets ist der Kleine Heckberg bei Federath mit 348 Metern.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im 11. Jahrhundert unter dem Namen „Achera“, der sich später über „Ouerode“ und „Overadt“ zum heutigen Overath entwickelte. Im Mittelalter gehörte Overath zum Einflussbereich des Kölner Erzbischofs, der den Hofverband an die Abtei Siegburg übertrug. Später wechselte die Herrschaft zum Herzogtum Berg, bevor Overath 1806 Teil des Großherzogtums Berg wurde. Nach preußischen Reformen kam die Stadt 1932 zum Rheinisch-Bergischen Kreis.
Overath besticht durch seine landschaftliche Schönheit, darunter die Ruine der Burg Großbernsau, die frei zugänglich in einem Waldstück nahe der Bundesstraße 55 liegt. Die katholische Kirche prägt das Ortsbild, und historische Spuren wie der ehemalige Klosterhof Cyriax erinnern an die klösterliche Vergangenheit. Städtepartnerschaften mit Pérenchies in Frankreich und Colne Valley in England unterstreichen die internationale Verbindung.