Lindlar liegt im Bergischen Land, rund dreißig Kilometer östlich von Köln. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen 110 und 376 Metern Höhe und ist geprägt von feuchten Flusstälern und trockenen Höhenzügen. Die Landschaft wird von den Flüssen Lindlarer Sülz, Lennefer Bach und Leppe durchzogen, die in die Agger münden. Die Gemeinde grenzt an Overath, Engelskirchen und Kürten und besteht aus mehreren Ortsteilen wie Frielingsdorf und Hohkeppel.
Die erste urkundliche Erwähnung Lindlars stammt aus dem Jahr 1109, als Erzbischof Friedrich I. von Köln die Abgaben der Lindlarer Pfarrkirche an das St.-Severin-Stift in Köln regelte. Der Name „Lintlo“ deutet auf ein Lindengebüsch hin. Schon im Mittelalter war Lindlar ein Kirchdorf mit eigenem Pfarrhof und Mühle, das unter geistlicher Grundherrschaft stand. Die Grafen von Berg übernahmen später die Schutzherrschaft, während mehrere Grundherren wie das Stift St. Maria im Kapitol Besitzungen im Ort hatten.
Besonders bekannt ist Lindlar für seine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, deren Turm bis heute erhalten ist. Die Gemeinde ist zudem für ihre geologische Besonderheit bekannt: Hier wurden die ältesten baumförmigen Pflanzen der Welt entdeckt, die vor etwa 390 Millionen Jahren wuchsen. Heute zeigt Lindlar das typische Bild des Bergischen Landes mit Streusiedlungen und Weilerstrukturen.