Payerbach liegt im Industrieviertel Niederösterreichs, eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln und durchzogen von Bächen wie der Schwarza. Die Marktgemeinde erstreckt sich über fast achtzehn Quadratkilometer, mehr als die Hälfte davon ist von Wald bedeckt. Im Westen grenzt sie an Reichenau an der Rax, während sich im Herzen der Gemeinde mehrere Ortsteile wie Küb und Schmidsdorf gruppieren.
Seine Wurzeln reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, als hier eine Straße über das Preiner Gscheid führte. Der Name „Beierbach“ taucht erstmals 1094 in einer Urkunde auf und verweist auf bayerische Mönche, die sich am Bach niederließen. Im Mittelalter blühte die Eisenverarbeitung auf, und eine Pfarrkirche entstand vermutlich im 12. Jahrhundert. Später prägte der Abbau von Spateisenstein die Wirtschaft, bis die Förderung 1903 eingestellt wurde. Die Semmeringbahn brachte ab 1854 den Anschluss an Wien und lockte im 19. Jahrhundert Adelige als Sommergäste in die Region.
Heute ist Payerbach bekannt für seine historische Semmeringbahn, die mit dem markanten Schwarzaviadukt und dem Bahnhof Payerbach-Reichenau aufwartet. Die katholische Pfarrkirche auf einer Felsenkanzel überragt den Ort mit ihrem charakteristischen „schwarzen Turm“. Wanderwege wie der Bahnwanderweg entlang der Strecke oder der romantische Weg entlang der Wiener Hochquellenleitung führen zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Die Gemeinde pflegt ihr Erbe aus der Zeit der Sommerfrische und nutzt die Bahn als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Berge.