Gloggnitz liegt im Süden Niederösterreichs, am Zusammenfluss von Weissenbach und Schwarza im oberen Schwarzatal. Die Stadt befindet sich auf etwa 442 Metern Höhe in der Gloggnitzer Bucht, einem südwestlichen Ausläufer des Wiener Beckens. Eingebettet zwischen bewaldeten Bergen trägt sie den Beinamen „Stadt in den Bergen“.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, doch der Name deutet auf slawische Wurzeln hin. Urkundlich erstmals 1094 erwähnt, prägte vor allem das Benediktinerkloster, das um 1094 gegründet und 1803 aufgelöst wurde, die Entwicklung. Im 19. Jahrhundert brachte die Industrialisierung Textil- und Holzverarbeitungsbetriebe, während die Fertigstellung der Südbahn 1842 und der Semmeringbahn 1854 die Anbindung an Wien entscheidend verbesserten.
Heute prägen historische Bauwerke wie Schloss Gloggnitz mit seiner Schlosskirche, die Renner-Villa als Karl-Renner-Museum und die katholische Pfarrkirche das Stadtbild. Persönlichkeiten wie Karl Renner, der hier 1945 den Kontakt zu den sowjetischen Truppen aufnahm, oder der Semmeringbahn-Erbauer Carl Ritter von Ghega sind mit Gloggnitz verbunden. Die Stadt feiert ihre Geschichte unter anderem mit dem Dr.-Karl-Renner-Platz und einem Denkmal für Ghega.