Pfaffing liegt im Hausruckviertel Oberösterreichs, rund 555 Meter über dem Meer. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa fünf Kilometer von Nord nach Süd und vier Kilometer von West nach Ost, wobei Wälder etwa ein Drittel und Felder fast zwei Drittel der Fläche einnehmen. Rund 1500 Menschen leben hier, umgeben von sanften Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Die Spuren reichen bis in die Römerzeit zurück, als das Gebiet zur Provinz Noricum gehörte. Später besiedelten bayerische Stämme die Gegend, die sich mit den wenigen zurückgebliebenen Römern vermischten. Das Kloster Mondsee prägte ab dem 8. Jahrhundert die Christianisierung, und der Name Pfaffing deutet auf eine Ansiedlung von Weltpriestern hin, die hier missionierten. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem kirchlichen Zentrum, das unter dem Einfluss der Bamberger Bischöfe und später der Schaunberger Grafen stand.
Heute prägen vor allem die Filialkirche St. Margaretha, der historische Pfarrhof und das Bauernkriegsdenkmal das Bild. Die Kirche mit ihrem romanischen Mauerwerk stammt aus der Zeit zwischen 1050 und 1150. Ein markantes Ereignis der Ortsgeschichte ist das Frankenburger Würfelspiel von 1625, bei dem Bauern auf dem Haushamerfeld hingerichtet wurden. In der Umgebung finden sich noch heute Spuren dieser Vergangenheit, während der Ort selbst von einer Mischung aus ländlicher Ruhe und kirchlichem Erbe lebt.