Plattling liegt in der fruchtbaren Ebene des Gäubodens im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Neun Kilometer entfernt mündet die Isar in die Donau, wobei der Fluss selbst bereits zum Gebiet der Nachbargemeinde Moos gehört. Die Stadt bildet mit Deggendorf ein gemeinsames Oberzentrum in der Region Donau-Wald und ist durch eine Radfähre mit dem gegenüberliegenden Donauufer verbunden.
Die erste urkundliche Erwähnung Plattlings stammt aus dem Jahr 868, als es an das Kloster Metten überging. Später gehörte der Ort den Grafen von Bogen, bevor er 1242 an die Wittelsbacher fiel. Im Mittelalter war Plattling ein Markt mit Brücke und Mautamt, doch häufige Überschwemmungen zwangen zur Verlegung des Ortes. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt durch den Eisenbahnbau geprägt und entwickelte sich zu einem wichtigen Knotenpunkt, was ihr den Beinamen Eisenbahnerstadt einbrachte.
Besonders sehenswert ist die romanische Pfarrkirche St. Jakob aus dem 12. Jahrhundert, die vor der Verlegung des Ortes als Gemeindekirche diente. Ein weiteres Wahrzeichen ist das Kriegerdenkmal am Ludwigplatz, geschaffen vom Regensburger Bildhauer Christian Metzger. Plattling ist zudem durch seine Partnerschaften mit Selkirk in Schottland und Scharnitz in Österreich verbunden, wobei letztere die Isarquelle und Plattling deren Mündung repräsentieren.