Pleinfeld liegt im Norden des mittelfränkischen Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und gilt als nördliches Tor zum Naturpark Altmühltal. Der Ort erstreckt sich beiderseits der Schwäbischen Rezat, die das Gemeindegebiet in zwei Hälften teilt und von mehreren Bächen gespeist wird. Im Nordwesten prägt der Große Brombachsee das Landschaftsbild, während im Osten die Weißenburger Alb sichtbar ist. Die Höhenzüge sind meist bewaldet, während Süden und Osten von waldlosen Offenlandschaften mit Wiesen und Äckern geprägt sind. Der tiefste Punkt des Landkreises liegt bei Mackenmühle, der höchste ist eine Erhebung westlich von Dorsbrunn.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Pleinfeld im späten 8. Jahrhundert in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda. Im Mittelalter gehörte der Ort zum Hochstift Eichstätt und erhielt 1483 das Marktrecht. Die Stadtmauer entstand erst Jahrzehnte später, nachdem Streitigkeiten mit Nachbarterritorien wie Ansbach und Weißenburg beigelegt waren. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Pleinfeld schwer zerstört, doch später entwickelte es sich zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen Nürnberg und Augsburg.
Heute ist Pleinfeld ein staatlich anerkannter Erholungsort und einer der größten Orte im Landkreis. Der Große Brombachsee macht ihn zu einem bedeutenden Tourismusziel im Fränkischen Seenland. Die historische Altstadt mit ihrer spätmittelalterlichen Prägung und die Nähe zum Naturpark Altmühltal prägen das Bild. Zudem ist der Ort für seine Sandlebensräume bekannt, die als „Sandachse Franken“ geschützt sind.