Spalt liegt im fränkischen Hügelland zwischen Nürnberg, Ansbach und Treuchtlingen, mitten im Fränkischen Seenland. Die Fränkische Rezat durchfließt den Ort, bevor sie sich bei Georgensgmünd mit der Schwäbischen Rezat zur Rednitz vereinigt. Im Südwesten der Stadt erstrecken sich der Große Brombachsee und der Igelsbachsee. Die Gemarkung Spalt umfasst neben dem namensgebenden Ort auch den Gemeindeteil Kaltenbrunn.
Die Geschichte der Stadt geht auf das Kloster St. Salvator zurück, das erstmals 810 urkundlich erwähnt wurde. Spalt selbst taucht um 1135 als „Spalte“ in den Aufzeichnungen auf, benannt nach dem schroffen Taleinschnitt der Fränkischen Rezat. Der Hopfenanbau ist seit 1341 belegt, und bereits im 14. Jahrhundert wurde Spalt erstmals als Stadt erwähnt. Prägend waren die Stadtmauer mit ihren Toren, die Belagerung im Ersten Markgrafenkrieg und die Pestwellen, die das Leben im Ort immer wieder erschütterten. Im Dreißigjährigen Krieg hinterließen schwedische Besatzer und bayerische Truppen ihre Spuren, bevor Spalt 1802 bayerisch wurde.
Besonders sehenswert ist das Kornhaus, eine ehemalige Zehntscheuer aus dem 15. Jahrhundert, das heute das Hopfen- und Biermuseum „HopfenBierGut“ beherbergt. Das barocke Rathaus von Gabriel de Gabrieli und das Doppelkanonikatshaus aus dem 18. Jahrhundert prägen das Stadtbild. Alle fünf Jahre wird die Befreiung von der Nürnberger Belagerung mit einem Heimatfestspiel und einem mittelalterlichen Lager gefeiert. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Bad Sauerbrunn in Österreich und St. Cloud in den USA.