Pöllau liegt im Joglland, etwa elf Kilometer westlich von Hartberg und rund 55 Kilometer nordöstlich von Graz. Die Gemeinde ist das Zentrum des Pöllauer Tals, eines Naturparks beiderseits des Oberlaufs der Pöllauer Safen, die durch das Gebiet fließt und dort die Dürre Saifen sowie den Prätisbach aufnimmt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Pöllau im Jahr 1163, doch bereits im 13. Jahrhundert wuchs der Ort durch seine Lage an zwei Handelswegen zu einem bedeutenden Handwerks- und Handelsplatz heran. Im 15. Jahrhundert wandelte Hans von Neuberg die Burg in ein Augustiner-Chorherrenstift um, das 1504 offiziell gegründet wurde. Das Stift prägte über Jahrhunderte das Ortsbild, bis es 1785 aufgehoben wurde. Wirtschaftlich blieb Pöllau stets von Handel, Handwerk und später auch von Landwirtschaft geprägt.
Heute ist Pöllau vor allem für sein ehemaliges Stift bekannt, das als Schloss Pöllau mit einem prächtigen Freskensaal und barocker Stiftskirche St. Veit aufwartet. Die Kirche, auch „Steirischer Petersdom“ genannt, beeindruckt durch ihre an den Petersdom erinnernde Architektur. Im Schloss befindet sich zudem das Museum Echophysics, gewidmet dem Nobelpreisträger Victor Franz Hess. Jährlich locken die Pöllauer Blumen- und Gartentage im Schlosspark sowie der traditionelle Schlossball am Rosenmontag Besucher an.