Prüm liegt in der Westeifel auf einer Höhe zwischen 420 und 560 Metern, wo der Fluss Prüm durch das Tal fließt und der Tettenbach mündet. Die Stadt befindet sich am Fuß des Schneifel-Höhenzugs, umgeben von den Ardennen und der Eifel, und gibt einer großen Kalkmulde ihren Namen. Mit mehreren Ortsteilen wie Kalvarienberg, Tafel und Walcherath erstreckt sie sich über eine abwechslungsreiche Landschaft.
Die ersten Spuren der Siedlung reichen bis ins Jahr 721 zurück, als ein Kloster gegründet wurde, das später durch König Pippin neu besiedelt und 799 von Papst Leo III. geweiht wurde. Prüm war einst eine bedeutende Abtei, die 1222 zum Fürstentum erhoben und später dem Kurfürstentum Trier eingegliedert wurde. Nach Zerstörungen in Kriegen und einer Explosionskatastrophe im 20. Jahrhundert wurde die Stadt wiederaufgebaut und erhielt 1856 erneut Stadtrechte.
Prüm ist bekannt für seine historische Abteikirche, die nach Plänen von Balthasar Neumann entstand, und für den Kalvarienberg mit seiner Kapelle und dem Krankenhaus St. Joseph. Die Stadt gilt als Luftkurort und Mittelzentrum, geprägt von Fachwerkbauten und einem lebendigen Ortsbild. In den Ortsteilen finden sich Zeugnisse früherer Epochen, von fränkischen Gräbern bis zu römischen Relikten.