Gerolstein liegt in der Eifel an der Kyll und ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel. Die Stadt ist flächenmäßig die größte des Landkreises und als staatlich anerkannter Luftkurort sowie Mittelzentrum ausgewiesen. In der Umgebung finden sich markante Felsformationen wie die Gerolsteiner Dolomiten, die das Ortsbild prägen.
Die Geschichte der Region reicht bis in die Altsteinzeit zurück, wie Funde in der Magdalenahöhle und dem Buchenloch belegen. Im Mittelalter entstand hier die Burg Gerhardstein, erstmals 1115 erwähnt, die der Stadt ihren Namen gab. Gerolstein war Residenz verschiedener Grafengeschlechter und erlebte durch Kriege und Brände immer wieder Zerstörungen. Die Mineralquelle, bereits von Kelten und Römern genutzt, begründete später die lokale Mineralwasserindustrie.
Die Stadt beeindruckt mit historischen Bauwerken wie der Löwenburg, der Wasserburg Lissingen und der Erlöserkirche. Römische Spuren finden sich in der Villa Sarabodis, während der Juddekirchhof auf eine keltisch-römische Kultstätte hinweist. Die umliegenden Dolomiten und das Naturkundemuseum laden zu Erkundungen ein. Städtepartnerschaften mit Digoin und Gilze-Rijen verbinden Gerolstein international.