Dahlem liegt versteckt in der Nordeifel, umgeben von ausgedehnten Wäldern und sanften Hügeln. Der Ort gehört zum Naturpark Hohes Venn-Eifel und wird vom Glaadtbach durchflossen, einem Nebenfluss der Kyll. Im Norden grenzt er an Blankenheim, im Süden an die Verbandsgemeinde Gerolstein in Rheinland-Pfalz. Der Ripsdorfer Wald mit seinen markanten Heidenköpfen prägt das östliche Landschaftsbild.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Römerzeit, als entlang der alten Handelsstraße von Trier nach Neuss Ziegelscherben und Grabbeigaben gefunden wurden. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr, als Dahlem in einer Schenkungsurkunde des Edelherrn Otbert als „dalaheim“ auftaucht. Später gehörte der Ort zur Herrschaft Kronenburg und wechselte nach der französischen Besetzung unter preußische Verwaltung. Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden mehrere umliegende Dörfer eingemeindet.
Heute ist Dahlem vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt. Dazu zählen die Burgruine in Kronenburg mit ihrer spätgotischen Kirche, die ehemalige Trappistinnenabtei Maria Frieden und das gut erhaltene Schloss Schmidtheim, das einst eine Wasserburg war. Naturfreunde schätzen den Kyll-Radweg und die Eifel-Höhen-Route, die durch die Gemeinde führen. Ein besonderes Highlight ist der Moorpfad am Ortsrand, der durch ein Hangmoor führt. Persönlichkeiten wie der Klassische Philologe Johann Matthias Stahl oder der Missionar Wilhelm Gier stammen aus dieser Region.